Der urbane Landschaftsraum des Stadtparkes von St. Gallen zeichnet sich durch ein Gleichgewicht von monumentalen Solitärbauten der Kulturinstitutionen und den unmittelbar an den Park grenzenden Wohnbauten der umliegenden Quartiere aus. Damit dieses Gleichgewicht auch durch die geplante Erweiterung des Kunstmuseums erhalten bleiben kann, ordnet sich der Neubau volumetrischen dem Stammhaus unter, artikuliert sich jedoch in der prägnanten, skulpturalen Volumetrie und der differenzierten Materialisierung seiner Gebäudehülle als zeitgenössicher Museumsbau. Der dreischiffige Baukörper wächst aus dem Untergrund heraus und ist mit dem Sockel des Altbaus verbunden. Die bewegte Silhouette mit den quer zur Museumstrasse gerichteten Längsvolumen strukturiert den Raum zwischen Kunst- und Völkerkundemuseum und ermöglicht gleichzeitig den Blick hinein ins Grün des Stadtparkes.
Der heutige Eingang des Kunstmuseums gegenüber des Stadttheaters wird übernommen, wobei eine neue, grosszügig gestaltete Treppenanlage im Ostflügel die verschiedenen Niveaus der Ausstellungsräume des Kunst- und Naturmuseums sowie der Räume des Erweiterungsbaus miteinander verbindet . Die Zäsur zwischen Alt- und Neubau wird im Zwischenfoyer durch ein längliches Oblicht an der Nahtstelle akzentuiert und leitet somit den Besucher zu den neuen Kunsträumen.
Die Struktur des Neubaus als Folge von hohen und niedrigen Raumschichten lässt einen abwechslunsgreichen, durch die unterschiedlichen Belichtungsweisen bereicherten Kunstparcours entstehen. Dabei werden die hohen Räume mittels eines durchgehenden Oblichts und einer heruntergeängten, opaken Staubdecke für den Kunstbetrieb optimal belichtet. Demgegenüber werden die dazwischen liegenden, niederigeren Raumschichten über Fenster mit Ausblick in die Parklandschaft mit Seitenlicht versorgt. Mittels Einschnitten in die Volumetrie entstehen zudem zwei Höfe mit flachen Wasserbecken, welche das Tageslicht an die Decke der Ausstellungsräume spiegeln und den jeweiligen Räumen einen ganz spezifischen Charakter verleihen.
Die mehrheitlich geschlossene Gebäudehülle der Museumserweiterung sucht den Kontrast zur gefügten Sandsteinfassade des Altbaus und zeichnet sich als monolithisches, aus dem Untergrund aufsteigendes Sichtbetonvolumen aus. Dabei wird der Beton mit mineralische Zuschlagstoffe und indigoblauen Farbpigmenten veredelt.
BAUHERRSCHAFT
Stadt St. Gallen / Gesellschaft für einen Ergänzungsbau des Kunstmuseums St. Gallen
AUFTRAGSART
Offener Wettbewerb 2002, 1. Preis
STATUS
Nicht realisiert
ARCHITEKTUR
Baumann Buffoni Roserens Architekten:
BAUSUMME
25 Mio CHF (BKP 1-9)
BAUMANAGEMENT
MMT AG Bauleiter + Architekten, Winterthur
ARTIKEL
NZZ 14. Februar 2002








Der urbane Landschaftsraum des Stadtparkes von St. Gallen zeichnet sich durch ein Gleichgewicht von monumentalen Solitärbauten der Kulturinstitutionen und den unmittelbar an den Park grenzenden Wohnbauten der umliegenden Quartiere aus. Damit dieses Gleichgewicht auch durch die geplante Erweiterung des Kunstmuseums erhalten bleiben kann, ordnet sich der Neubau volumetrischen dem Stammhaus unter, artikuliert sich jedoch in der prägnanten, skulpturalen Volumetrie und der differenzierten Materialisierung seiner Gebäudehülle als zeitgenössicher Museumsbau. Der dreischiffige Baukörper wächst aus dem Untergrund heraus und ist mit dem Sockel des Altbaus verbunden. Die bewegte Silhouette mit den quer zur Museumstrasse gerichteten Längsvolumen strukturiert den Raum zwischen Kunst- und Völkerkundemuseum und ermöglicht gleichzeitig den Blick hinein ins Grün des Stadtparkes.
Der heutige Eingang des Kunstmuseums gegenüber des Stadttheaters wird übernommen, wobei eine neue, grosszügig gestaltete Treppenanlage im Ostflügel die verschiedenen Niveaus der Ausstellungsräume des Kunst- und Naturmuseums sowie der Räume des Erweiterungsbaus miteinander verbindet . Die Zäsur zwischen Alt- und Neubau wird im Zwischenfoyer durch ein längliches Oblicht an der Nahtstelle akzentuiert und leitet somit den Besucher zu den neuen Kunsträumen.
Die Struktur des Neubaus als Folge von hohen und niedrigen Raumschichten lässt einen abwechslunsgreichen, durch die unterschiedlichen Belichtungsweisen bereicherten Kunstparcours entstehen. Dabei werden die hohen Räume mittels eines durchgehenden Oblichts und einer heruntergeängten, opaken Staubdecke für den Kunstbetrieb optimal belichtet. Demgegenüber werden die dazwischen liegenden, niederigeren Raumschichten über Fenster mit Ausblick in die Parklandschaft mit Seitenlicht versorgt. Mittels Einschnitten in die Volumetrie entstehen zudem zwei Höfe mit flachen Wasserbecken, welche das Tageslicht an die Decke der Ausstellungsräume spiegeln und den jeweiligen Räumen einen ganz spezifischen Charakter verleihen.
Die mehrheitlich geschlossene Gebäudehülle der Museumserweiterung sucht den Kontrast zur gefügten Sandsteinfassade des Altbaus und zeichnet sich als monolithisches, aus dem Untergrund aufsteigendes Sichtbetonvolumen aus. Dabei wird der Beton mit mineralische Zuschlagstoffe und indigoblauen Farbpigmenten veredelt.
BAUHERRSCHAFT
Stadt St. Gallen / Gesellschaft für einen Ergänzungsbau des Kunstmuseums St. Gallen
AUFTRAGSART
Offener Wettbewerb 2002, 1. Preis
STATUS
Nicht realisiert
ARCHITEKTUR
Baumann Buffoni Roserens Architekten:
BAUSUMME
25 Mio CHF (BKP 1-9)
BAUMANAGEMENT
MMT AG Bauleiter + Architekten, Winterthur
ARTIKEL
NZZ 14. Februar 2002








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