Der Neubau anstelle eines baufälligen Bauernwohnhauses steht mit dem bestehenden Scheunengebäude exponiert in einem weiträumigen, durch Seitenmoränen geprägten Landschaftsraum. Aufgrund der restriktiven Vorgabe, das neue Gebäude in der Landwirtschaftszone wesensgleich zum Vorgängerbau zu entwickeln, wurde nach einer Formensprache gesucht, die das Gebäude erst auf den zweiten Blick als modernen Holzbau zeigt. Traditionelle Elemente des Schwyzer Bauernhauses wie die Fensterreihung oder die Laubenschicht wurden im Entwurf aufgenommen und in eine zeitgenössische Formensprache übersetzt.
Die zweigeschossige, vorgefertigte Holzkonstruktion ist auf einem betonierten Sockelgeschoss aufgebaut, in welchem neben Technik- und Abstellräumen ein grosszügiges Atelier untergebracht ist.
Die beiden eigenständigen Kleinwohnungen in den Hauptgeschossen werden über ein offenes Treppenhaus erschlossen. Auf dem Zwischenpodest lässt sich das Treppenhaus vollständig gegen Westen öffnen und verbindet so die beiden Wohnungen mit den Aussensitzplätzen und der Wiesenlandschaft. Die im Grundriss gleichartig aufgebauten Zweizimmerwohnungen sind als durchgehendes Raumkontinuum konzipiert.
Ein zentraler Kern mit Sanitärräumen, Küche und verschiedenen Einbaumöbeln definiert den Wohn-, Ess- und Schlafbereich über eine differenzierte Ausgestaltung von engeren Durchgängen und unterschiedlich grossen Raumzonen und lässt dadurch die relativ kleinen Wohneinheiten grosszügiger erscheinen, als sie wirklich sind. Durch grosse Schiebefenster wird der Wohnraum zusätzlich zur Laubenschicht hin erweitert und durchbricht an dieser Stelle bewusst die sonst durch die kleinteiligen Fensterreihen charakterisierte Hülle.
Sämtliche Holzoberflächen im Innern sind in Fichte gefertigt und wurden zur Verhinderung von Vergilbung gelaugt und geseift. Als bewusster Kontrast zum vorherrschenden Holz im Innenraum wurde für den Boden ein anthrazitfarbener Linoleum eingesetzt.
Die ebenfalls vollständig aus Holz gefertigte Fassade besteht aus einer Weisstannen-Vertikalschalung mit Deckleisten und einer offenfugigen Schalung im Bereich der Lauben, die als Gerüst für Obstspalier oder kletternde Blütenstauden verwendet werden kann.
ARCHITEKTUR
entstanden unter Baumann Roserens Architekten
BAUHERRSCHAFT
Privat
AUFTRAGSART
Direktauftrag
PLANUNG/REALISIERUNG
2009-2012
MITARBEIT
Sonja Casty (Projektleitung), Mike Bürgi
BAUREALISATION/BAULEITUNG
schaerholzbau ag, Altbüron
Reto Brawand (Bauleitung)
FOTOGRAFIEN
© Roger Frei Zürich












Der Neubau anstelle eines baufälligen Bauernwohnhauses steht mit dem bestehenden Scheunengebäude exponiert in einem weiträumigen, durch Seitenmoränen geprägten Landschaftsraum. Aufgrund der restriktiven Vorgabe, das neue Gebäude in der Landwirtschaftszone wesensgleich zum Vorgängerbau zu entwickeln, wurde nach einer Formensprache gesucht, die das Gebäude erst auf den zweiten Blick als modernen Holzbau zeigt. Traditionelle Elemente des Schwyzer Bauernhauses wie die Fensterreihung oder die Laubenschicht wurden im Entwurf aufgenommen und in eine zeitgenössische Formensprache übersetzt.
Die zweigeschossige, vorgefertigte Holzkonstruktion ist auf einem betonierten Sockelgeschoss aufgebaut, in welchem neben Technik- und Abstellräumen ein grosszügiges Atelier untergebracht ist.
Die beiden eigenständigen Kleinwohnungen in den Hauptgeschossen werden über ein offenes Treppenhaus erschlossen. Auf dem Zwischenpodest lässt sich das Treppenhaus vollständig gegen Westen öffnen und verbindet so die beiden Wohnungen mit den Aussensitzplätzen und der Wiesenlandschaft. Die im Grundriss gleichartig aufgebauten Zweizimmerwohnungen sind als durchgehendes Raumkontinuum konzipiert.
Ein zentraler Kern mit Sanitärräumen, Küche und verschiedenen Einbaumöbeln definiert den Wohn-, Ess- und Schlafbereich über eine differenzierte Ausgestaltung von engeren Durchgängen und unterschiedlich grossen Raumzonen und lässt dadurch die relativ kleinen Wohneinheiten grosszügiger erscheinen, als sie wirklich sind. Durch grosse Schiebefenster wird der Wohnraum zusätzlich zur Laubenschicht hin erweitert und durchbricht an dieser Stelle bewusst die sonst durch die kleinteiligen Fensterreihen charakterisierte Hülle.
Sämtliche Holzoberflächen im Innern sind in Fichte gefertigt und wurden zur Verhinderung von Vergilbung gelaugt und geseift. Als bewusster Kontrast zum vorherrschenden Holz im Innenraum wurde für den Boden ein anthrazitfarbener Linoleum eingesetzt.
Die ebenfalls vollständig aus Holz gefertigte Fassade besteht aus einer Weisstannen-Vertikalschalung mit Deckleisten und einer offenfugigen Schalung im Bereich der Lauben, die als Gerüst für Obstspalier oder kletternde Blütenstauden verwendet werden kann.
ARCHITEKTUR
entstanden unter Baumann Roserens Architekten
BAUHERRSCHAFT
Privat
AUFTRAGSART
Direktauftrag
PLANUNG/REALISIERUNG
2009-2012
MITARBEIT
Sonja Casty (Projektleitung), Mike Bürgi
BAUREALISATION/BAULEITUNG
schaerholzbau ag, Altbüron
Reto Brawand (Bauleitung)
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